Erläuterungen

Erläuterungen zu den Merkmalen und Attributen

Generelle Erläuterung zu den Zuweisungen

Symbol: botanische Lebens- bzw. Wuchsform
Bei den Symbolen "einjährig", "zweijährig", "Staude", "Halbstrauch", "Strauch", "Baum", welche in den Pflanzenprofilen zuoberst ersichtlich sind, sind jeweils alle Symbole aufgeführt, welche gemäss Zander für die jeweilige Pflanze definiert sind. Das Symbol, welches hervorgehoben ist, entspricht der Lebens- bzw. Wuchsform der Pflanze, welche in der Schweiz am häufigsten anzutreffen ist.
Zuweisung: Sichtweise der Schweiz
Die Attribute wurden so zugewiesen, wie die Pflanze in der Schweiz am häufigsten anzutreffen ist. Regionale Unterschiede sind teilweise mit einer Zusatzinformation ausgewiesen. Beispielsweise ist Mühlenbeckia axilaris in den meisten Regionen der Schweiz sommergrün und nicht immergrün. Deshalb wurde immergrün mit der Zusatzinformation "milde Lagen" versehen.

Zu einzelnen Merkmalen/Attributen

Pflanzentyp
Entspricht der Einteilung der Pflanzen gemäss den Pflanzenlisten der Grundbildung Gärtner/-in.
Pflanzengruppe
Die Pflanzengruppe weist auf die Lebensform der Pflanze hin. Es ist eine detaillierte Einteilung als diejenige nach den botanischen Lebens- bzw. Wuchsformen: ein-, zweijährig, Staude, Halbstrauch, Strauch und Baum. Die Stauden beispielsweise sind weiter aufgeteilt in Farne, Gräser, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Sukkulente sowie Blütenstauden. Die Lebens- bzw. Wuchsform gewisser Pflanzen ist je nach Region in der die Pflanze vorkommt unterschiedlich. Zugewiesen wurde in solchen Fällen jeweils, was in der Schweiz am häufigsten anzutreffen ist. Beispielsweise wächst Ricinius communis in den Tropen als Baum, in den Subtropen als Strauch, ist also ein Laubgehölz. In der Schweiz hingegen ist die Pflanze als Einjährige am häufigsten anzutreffen und wurde deshalb bei den Pflanzengruppen als "einjährige Pflanze" zugewiesen.
Blütenstaude
Hier wurden alle Stauden, welche keine Farne, Gräser, Sukkulenten oder Zwiebel-/Knollenpflanzen sind zugewiesen, unabhängig davon ob die Blüte auffallend ist oder nicht.
Verwendung
Zugewiesen ist, als was die Pflanze in der Schweiz am häufigsten verwendet wird. Plakative Fälle sind hier die Pflanzen, welche in der Schweiz als Zimmerpflanzen verwendet werden. In den Herkunftsländern oder auch in anderen milderen Regionen wachsen diese Pflanzen im Freiland. Es gibt auch Pflanzen die sowohl als auch verwendet werden. Beispielsweise wird der Mangold sowohl als Gemüse als auch als Wechselflor verwendet. In der Regel, sind dann beide Attribute in den Pflanzenprofilen zugewiesen. Es gibt auch regionale Unterschiede bei der Verwendung. Beispielsweise können gewisse Gehölze im Tessin oder in anderen milden Lagen der Schweiz ausgepflanzt werden, wohingegen in der Deutschschweiz die Pflanzen als Kübelpflanzen oder Wecheslflor verwendet werden. Solche Fälle sind i.d.R mit einer Zusatzinformation ausgewiesen.
Lebensbereich
Entspricht der Einteilung der Lebensbereiche nach Professor Dr. J.Sieber et al.. Nach diesen Lebensbereichen werden ausschliesslich die Stauden eingeteilt. Somit auch Wechselflor od. Zierpflanzen, welche Stauden sind. Lebensbereiche wie "Heide" oder "Alpinum", welche nicht in einem künstlich erstellten Grünraum anzutreffen sind, wurden nicht in der Applikation aufgenommen.
G
Gehölz
Gr
Gehölzrand
Fr
Freiflächen
B
Beet
St
Steinanlagen
W
Wasser
Wr
Wasserrand
1
trocken
2
frisch
3
feucht
Frucht
Das Merkmal Frucht wurde zugewiesen, wenn die Frucht ein Erkennungsmerkmal ist und/oder einen Zierwert hat. Die Monatsangaben beziehen sich auf die fruchtreife. Wenn die Frucht einen Zierwert hat, wie beispielsweise bei Cercis siliquastrum wurde ausserdem das Attribut "Frucht" unter dem Merkmal "Zierwert", sowie das Attribut "Winterschmuck" unter dem Merkmal "Besonderes" zugewiesen.
Zapfen
Wurde ausschliesslich für Koniferen zugewiesen
Wuchshöhe
Bei der Wuchshöhe wurden gewisse Reichweiten definiert, damit diese standardisiert zugewiesen werden konnten. Da die Pflanzen auch bei diesem Merkmal je nach Referenzliteratur in den Wuchshöhen variieren können, wurden teilweise mehrere Reichweiten zugewiesen. Alle Angaben in m sind ausschliesslich für Laub- und Nadelgehölze, Rosen, Bambus sowie Schling- und Kletterpflanzen zugewiesen.
Pflanzen pro m2
Hier wurden für Gehölze die Attribute 1-3 Stk./m2, 3-5Stk./m2 sowie 5-10Stk./m2 zugewiesen. Die Zuweisung der Stauden ist den Geselligkeitsstufen des "Bund deutscher Staudengärtner" abgeleitet. Es wurde jeweils sowohl die Geselligkeitsstufe als auch der Pflanzabstand angegeben. Für den Wechselflor wurden die Attribute mit höheren Stückzahlen zugewiesen. Für die Zwiebeln wurden ebenfalls zwei Geselligkeitsstufen verwendet, ohne die Angabe des Pflanzabstandes.
mehrstämmig/Heister
Heister haben seitliche Äste, aber keine Krone. Mit diesem Begriff werden auch junge Laubbäume bezeichnet, welche bereits einen Leittrieb und verzweigte Seitentriebe aufweisen.
sparrig
stark verzweigt
Kein Rückschnitt
Wenn dieses Attribut zugewiesen wurde, sollte die Pflanze möglichst nicht geschnitten werden um die Wuchsform zu erhalten.
Zapfenschnitt
Bezieht sich ausschliesslich auf Pflanzen wie Vitis vinifera oder Wisteria sinensis. Bei Pflanzen, welche auf das ein- bzw. diesjährige Holz zurückgeschnitten werden, wurde "Auslichtungs -/ Erhaltungsschnitt" und "Rückschnitt ins alte Holz" zugewiesen.
Hydro
Einer Pflanze, welche meist wurzelnackt, in einer Nährlösung anstelle des natürlichen Bodens kultiviert wurde, ist dieses Attribut zugewiesen. In der Innen- und Vertikalbegrünung sind damit Kulturen gemeint, welche in einem Substrat, mit einer hohen Anzahl Poren und einer hohen Wasserspeicherkapazität, gepflanzt sind.
Kübelpflanzen
Darunter werden süd-meridiolae Pflanzen verstanden, welche nicht ausgepflanzt werden können bwz. nicht winterhart sind in den Teilen der Schweiz mit stärkeren Temperaturschwankungen.
Minipflanze
Zimmerpflanzen die klein gezogen bzw. gestaucht worden sind.
Nasch-/Nutzgarten
Bezieht sich auf Pflanzen welche auch in Gemüse-, Obst- und Beerengärten gepflanzt werden.